Ihr persönlicher Lebensraum ist ein hohes Gut. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, ihn zu schützen und die Lebensqualität zu sichern.

Hier spielen Fenster und Türen eine wichtige Rolle. Denn sie sorgen nicht nur für Behaglichkeit, halten Lärm draußen und helfen Energiekosten sparen – einbruchhemmende Fenster schützen Ihr Haus oder Ihre Wohnung auch vor dem Zugriff durch Fremde.

Sie geben Ihnen das gute Gefühl von Sicherheit. Mit ihnen verbessern und bewahren Sie sich einen wesentlichen Teil Ihrer Lebensqualität und schützen, was Ihnen wichtig ist.

Allgemeine Information
Alle 2 Minuten ein Einbruch.

Einbruchsdiebstahl ist nach wie vor ein trauriger Tatbestand unserer Wohlstandsgesellschaft. Die Medien lassen uns täglich daran teilhaben, dass Diebstahl, Einbruch und schwerer Raub sich zur Normalität entwickeln – eine Änderung ist nicht in Sicht.

Neben den Gesamtschaden von mehreren Milliarden Euro, ist der psychische und seelische Schaden nicht quantifizierbar, die Opfer haben Dauerschäden und viele Jahre mit den Folgen zu kämpfen.

Einbruchhemmende Türen und Fenster sollten dort eingesetzt werden, wo das unbefugte Eindringen Dritter erschwert bzw. behindert werden soll. 76 % aller Einbrüche erfolgen lt. Statistik der Kriminalpolizei durch überwinden von Fenster und Fenstertüren (Terrassentüren). Bei den Einbrechern handelt es sich in der Regel um Gelegenheitstäter, die ihr Vorhaben bei Anzeichen von Widerstand, spätestens nach ca. 2 Minuten abbrechen. Wie durch Prüfungen nachgewiesen, bieten Fensterelemente der Widerstandsklasse RC 2 [von der Polizei empfohlen] bereits einen wirkungsvollen Schutz gegen Angriffe mit leichtem Werkzeug.

Wenn Sie etwas für die Sicherheit Ihres Hauses tun wollen, sollten Sie bei den Fenstern anfangen.

Die Hauptangriffspunkte bei Einbrüchen sind die Fenster, denn sie können mit einfachen Mitteln schnell aufgehebelt werden. Moderne Sicherheitstechnik schafft wirksame Barrieren. Der Fachmann weiß: Einbrecher stehen unter Zeitdruck! Sobald sich ein Einbruchversuch aufwendiger als geplant gestaltet, geben die Täter schnell auf und suchen sich ein anderes Gebäude.

Ein Einbruch dauert meist nur einige Minuten.

Die Statistik liefert detaillierte Angaben – Zahlen, aus denen Sie die richtigen Konsequenzen ziehen sollten.

Wer sich richtig schützt, kann sich vor Einbrechern sicher fühlen.

  • Sicherheits-Tipps der Polizei:

    • Schließen aller Fenster und Türen – auch wenn das Haus nur für kurze Zeit verlassen wird. Vorsicht auch bei gekippten Fenstern.
    • Mechanische Sicherungen an Terrassentüren und Fenstern.
    • Spezialbeschläge verhindern das Aufhebeln der Fenster.
    • Abschließbare Fenstergriffe.
    • Sicherung von Balkon- oder Terrassentüren durch Rollgitter oder Gittertüren.
    • Rollläden bieten nur dann Schutz, wenn sie gegen das Aufschieben gesichert sind.

Und das empfiehlt der Fachmann:

  • Einbruchhemmende Fenster und Türen sollten folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • Flügelbeschläge mit ausreichender Anzahl von Pilzbolzen.
    • Ausreichend befestigte Sicherheitsschließbleche im Rahmen.
    • Abschließbarer Sicherheitsgriff mit Anbohrschutz.
    • Durchwurfhemmendes, einbruchsicheres Mehrscheiben-Isolierglas.
    • Geeignete Absicherung der Verglasung gegen Aushebeln durch Verklebung der Glasscheibe oder Verschraubung der Glasleisten.
    • Montage mit Metallhülsendübeln oder Spezialschrauben für dübellose Befestigung. Befestigung innerhalb der vorgeschriebenen Befestigungsabstände,
    • besonders im Bereich der Verriegelungspunkte.

    Was macht unter dem Blickwinkel des Einbruchschutzes ein gutes Fenster aus?
    Ein einbruchhemmendes Fensterelement ist ein System, das aus verschiedenen Komponenten besteht:

    1. Fensterrahmen:
    Zunächst ist wichtig, dass der Fensterrahmen an mehreren Stellen fest mit dem umgebenden Mauerwerk verankert wird. Anderenfalls können die beim Einbruchversuch frei werdenden Kräfte das Fenster als Ganzes aus der Mauer brechen. Diese Gefahr besteht vor allem dann, wenn der Rahmen hauptsächlich mit „Montageschaum“ befestigt wurde. Bei Kunststofffenstern sollten Sie verstärkt darauf achten, dass diese im Blendrahmen und im Fensterflügel mit Stahl verstärkt sind.

    Auf die Befestigung kommt es an
    Rahmenverschraubung mit Dübel
    Beschlagverschraubung in der Eisenverstärkung

    2. Beschläge:
    Der Beschlag des Fensters kombiniert Bedien-und Verriegelungselemente. Der Beschlag sollte über mehrere so genannte Pilzrollzapfen verfügen (z.B. 2-3 Zapfen je Fensterseite)

    Rund zwei Drittel aller Wohnungseinbrüche in Einfamilienhäuser erfolgen über die Fenster oder die Balkontür. Gängige Einbruchmethoden sind das Aufhebeln des Fensters oder das Verschieben des Fensterbeschlags von außen, wodurch der Fenstergriff in die Öffnungsstellung gebracht wird. Auch gekippte Fenster sind geradezu eine Einladung für die Einbrecher. Hier wird der Fenstergriff über den Fensterspalt in die Öffnungsstellung gebracht, und schon ist der Weg in Ihre Wohnung frei.

    Sichern Sie vor allem die Fenster, welche ohne Hilfsmittel leicht erreichbar sind, wie z.B. Kellerfenster und Fenster im Parterre. Auch der 1. Stock ist für Einbrecher kein Problem. Dort sind Balkontüren ein weiterer möglicher Schwachpunkt.

    Denken Sie jedoch daran, dass für Ihre Fenster entsprechend den Hinweisen für die Haustür Folgendes gilt: Um die Einbruchsgefahr zu verringern, sollte nicht nur der Fenstergriff Schutz bieten, sondern das ganze Fenster. Sicherheitsglas, einbruchhemmende Stahlschließbleche und eine sogenannte Pilzkopf-Verriegelung helfen Ihnen, sich besser vor Einbrechern zu schützen.

    • herausragendes Merkmal ist die hochfeste Materialkombination aus Kunststoff und Stahl, die eine bisher unerreichte Verschleißarmut gewährleistet

    Abbildungen eines abgebrochenen Einbruchversuchs:

    Gut zu wissen …
    Was Sie über einbruchhemmende Fenster nach DIN wissen sollten:


    Ein einbruchhemmendes Fenster erschwert in geschlossenem, verriegeltem und abgeschlossenem Zustand Einbruchversuche mit körperlicher Gewalt für eine bestimmte Zeit (Widerstandszeit).

    Die Prüfung nach DIN EN 1627–1630:2011-09 von einem unabhängigen, anerkannten Prüfinstitut (z.B. IFT-Rosenheim) stellt sicher, dass alle Fenster- und Türelemente nach absolut gleichen Prüfmustern auf ihre Sicherheitseigenschaften hin getestet werden. Den geprüften Produkten wird bescheinigt, dass alle verwendeten Bauteile sowie die Konstruktion der Elemente den in der Norm geforderten Eigenschaften entsprechen. In der Norm festgelegt sind die RC-Klassen (vorher WK) und bestimmte Bauteile (z.B. Sicherheitsverglasung).

    1. Verschraubung der Ecklager durch mindestens zwei Profilstege.
    2. Verschraubung der Ecklager durch zwei Profilstege und Stahlverstärkung.
    3. Schließplattenbefestigung direkt in Stahlverstärkung.
    4. Beschlagverschraubung in spezielle Führungsnocken.
    5. Der tiefe Flügelüberschlag erlaubt den Einsatz neuartiger, verdeckt liegender wie auch sichtbarer Beschläge.

    Gegenüberstellung der Täterbeschreibung, Widerstandszeit und Einsatzmöglichkeit von einbruchhemmenden Fenstern und Türen.

    Klasse DIN EN 1627 2011-09 Korrelation DIN V ENV 1627 199-04 Tätertyp / mutmaßliche Vorgehensweise Widerstandszeit Einsatzempfehlung
    RC 1 N ___ a) Bauteile der Klasse RC 1 N weisen einen Grundschutz gegen Ausbruchsversuche mit körperlicher Gewalt, wie Gegentreten, Gegenspringen, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen auf (vorwiegend Vandalismus). keine manuelle Prüfung Grundsicherheit: Fenster und Türen mit geringer Einbruchhemmung bei nicht ebenerdigem Zugang
    RC 2 N WK2b) Der Gelegenheitstäter versucht zusätzlich mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile, das Bauteil aufzubrechen. 3 min. Standardsicherheit bei keinem direkten Angriff auf die eingesetzte Verglasung. Fenster und türen mit normalem Risiko (nicht ebenerdiger Zugang)
    RC 2 WK 2 Der Gelegenheitstäter versucht zusätzlich mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile, das Bauteil aufzubrechen. 3 min. Standardsicherheit Fenster und Türen mit normalem Risiko

    Mehr Informationen zu Beschlägen erhalten Sie hier.

    3. Griff – abschließbar | Sicherheitsfenstergriff

    Secustik® – der gute Griff mit dem hörbaren Plus an Sicherheit.

    Die Secustik®-Fenstergriffe bieten wirkungsvolle Basis-Sicherheit zum attraktiven Preis.

    Ein patentierter Sperr-Mechanismus im Secustik®-Griff verhindert das Manipulieren des Fenstergriffs von außen über den Beschlag. Das deutlich hörbare Präzisions-Klicken bei der Betätigung erinnert an das Zahlenschloss eines Safes und signalisiert Ihnen: Sicherheits-Funktion vorhanden! Das Klicken ist also das hörbare Plus an Sicherheit für Sie – Zuhause geborgen sein.

    Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise und das typische Präzisions-Geräusch der Secustik®-Fenstergriffe. Wählen Sie den Secustik®-Griff aus, der zu Ihrem ganz persönlichen Einrichtungs-Stil passt.

    Mehr Informationen zu abschließbaren Fenstergriffen erhalten Sie hier.

    4. Verglasung:

    Die Funktionsweise von ALLSTOP® PRIVAT

    Schutz bieten einbruchhemmende Verglasungen, die sich optisch nicht von „normalen“ Glasscheiben unterscheiden. Sie bestehen aus einer Kombination von Glas und durchsichtigen Kunststoffen.

    Das Verbundsicherheitsglas (VSG) gehört zum Sicherheitsglas und ist eine spezielle Form vom Verbundglas. Dieses Sicherheitsglas bietet sich besonders für den Einbruchschutz an. Das Verbundsicherheitsglas besteht, im Gegensatz zum Einscheibensicherheitsglas, aus zwei Flachglasscheiben und einer Zwischenschicht aus Folie. Dabei muss eine bestimmte DIN Norm eingehalten werden. Die Scheibendicke (Scheibenstärke) und Folienstärke sind je nach Einsatzgebiet variabel.

    5. Einbruchmeldeanlagen:

    Wenn eine Einbruchmeldeanlage Alarmanlage installiert werden soll, ist die Überwachung der Fenster ein Muss. Alarmschleife im Glas, Alarmschließblech, Verschlusssensoren sind im Fensterbeschlag integriert und dadurch nicht unmittelbar zu erkennen. Dieses sind nur einige technische Merkmale.

    Ein kleines Spinnennetz schläg Alarm:
    An Standard-Alarmanlagen mit nur einerMeldelinie wie an hoch kompliziertenSicherungssystemen.

    6. Montage | Befestigung am Baukörper

    Für die Montage von einbruchhemmenden Fenstern ist die Berücksichtigung er Montagerichtinien der Prüfzeugnisse entscheidend. Hier wird detailliert jeder zu beachtende Punkt der Montage beschrieben.

    Die Montagerichtlinien enthalten z.B. folgende Hinweise:

    • Einsatz von Befestigungsmitteln und deren Abstände
    • notwendige Hinterfütterungen von Schließteilen
    • Anbindung von Zusatzzeilen wie z.B. Schwellen
    • Verschraubung von Glasleisten
    • zusätzliche Verklotzungsrichtlinien der Verglasung
    • Erforderliche Stabilität des Mauerwerkes

    Rahmenverschraubung mit Dübel:

    ● = Befestigungspunkte
    A = Ankerabstand max. 700 mm
    E = Abstand von der Innenecke ca. 150 mm

    Wir wollen, dass Sie sicher leben

    Um die Gefährdung richtig einzuschätzen sollte im Einzelfall die Beratungsstelle der Polizei hinzugezogen werden:

    www.polizei-beratung.de

    Weitere Infos finden Sie hier: